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Oh Mann, oh Mann - macht Übergewicht muntere Männer müde?

Wenn „Sie“ schwach wird, sollte „Er“ stark sein – vielleicht nicht immer öfter (dass die Libido abnimmt wenn das Alter zunimmt, ist normal) – aber doch immer mal wieder. Apropos Ab- und Zunehmen: Bei den Ursachen, die zu Erektionsstörungen führen können, spielt Übergewicht eine erhebliche Rolle. Aber, man muss auch wissen, dass laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie erst von Erektionsstörungen zu sprechen ist, wenn ein halbes Jahr lang über 70 Prozent der Vereinigungs-Versuche aufgrund mangelnder Penis-Stabilität fehlgeschlagen sind. Also wenn Mann hin und wieder nicht kann, ist das nicht außergewöhnlich und auch nicht groß erwähnens- oder beachtenswert. 


Sich häufende erektile Funktionsstörungen sind für die Betroffenen verständlicherweise belastend und können zu Beziehungsproblemen führen oder diese verstärken. Grundsätzlich auf seine Gesundheit zu achten – zum Beispiel die angebotenen Früherkennungs-Untersuchungen und Gesundheits-Checks regelmäßig durchführen zu lassen – wirkt sich sicherlich positiv aus. Es hängt, was unsere körperlichen Funktionen betrifft, irgendwie alles zusammen. So ist es beispielsweise möglich, dass Arteriosklerose die Blutversorgung auch der Schwellkörper beeinträchtigt, oder Diabetes neurologische Störungen hervorruft. Übergewicht kann bekanntlich sowohl an der Entstehung von Diabetes mellitus II als auch an der von Bluthochdruck und Arteriosklerose beteiligt sein und insofern auch daran, dass sich Erektionsstörungen entwickeln. Doch das ist noch lange nicht alles. Zuviel Bauchfett beim Mann wirkt sich ganz direkt auf den Hormonstatus aus!


Warum mehr Männerbauch oft mit weniger sexueller Energie einhergeht


Fettgewebe, insbesondere das viszerale, das „innere“ Fett, ist keinesfalls träge. Es ist eine Produktionsstätte für das Hormon Östrogen. Bei Männern mit einem Zuviel unter den Rippen verschiebt sich also das Verhältnis vom weiblichen Östrogen zum männlichen Testosteron zulasten des Letzteren. Nun ist aber Testosteron ein wahres „Powerhormon“, das wichtigste Sexualhormon (Androgen) des Mannes. Gerät es ins Hintertreffen, kann sich das auf den Muskelerhalt und -aufbau, auf die Knochendichte, die Stimmung, die Schlafqualität … und selbstverständlich auf die Libido auswirken. 
Dass die Muskelmasse bei Testosteronmangel eher abnimmt, ist doppelt ungünstig: Weniger Muskelmasse lässt den Energieverbrauch sinken – und das wiederum erleichtert leider die Gewichtszu- und nicht die -abnahme. 


Ab wann sollte man(n) den Gürtel enger schnallen?


Über 94 cm Bauchumfang (unabhängig von der Körpergröße) bedeuten tatsächlich ein erhöhtes Risiko bezüglich Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus II. Ab 102 cm gilt dieses Risiko als deutlich erhöht und ein Gesundheitscheck beim Arzt sollte zeitnah erfolgen, auch wenn noch keine akuten Beschwerden und Einschränkungen vorliegen. Zuviel Bauchfett kann außerdem zum „Potenzkiller“ werden – ein Grund mehr, seine Gewohnheiten im Hinblick auf Ernährung und Bewegung zu optimieren.

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