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Mit Tinnitus leben

 

 

© drewsdesign AdobeStock 379292128

Geräusche im Ohr, die einfach nicht verschwinden wollen und keine Ursache in der Umgebung haben, sind typisch für einen Tinnitus. Die lateinische Bezeichnung Tinnitus aurium bedeutet übersetzt „Klingeln der Ohren“. Das fasst grundsätzlich zusammen, was bei einem Tinnitus passiert, auch wenn es kein Klingeln sein muss, das die Betroffenen wahrnehmen. Tatsächlich können die Geräusche ganz unterschiedlich ausfallen. Ein Klingeln ist genauso möglich wie ein Klopfen, Pfeifen oder Brummen.

Man kann zwei Formen des Tinnitus unterscheiden: Bei einem subjektiven Tinnitus nimmt der Betroffene Geräusche wahr, die tatsächlich nicht von einer äußeren Quelle verursacht werden. Er kann ein Ohr oder beide betreffen. Der subjektive Tinnitus ist die Form, an die man bei dem Wort meistens denkt und die auch am häufigsten vorkommt. Viel seltener ist der objektive Tinnitus, bei dem Schwingungen im Körper Schall erzeugen, den man auch messen kann.

Mögliche Auslöser für einen Tinnitus gibt es einige: Bestimmte Medikamente, unterschiedliche Mittelohrerkrankungen, Tauchunfälle und verschiedene Infektionskrankheiten stehen auf der Liste, die häufigste Ursache ist aber Lärm. Entweder, indem Betroffene über längere Zeit ständigem Lärm ausgesetzt sind, oder auch ein Knall- oder Schalltrauma. Ein objektiver Tinnitus kann beispielsweise von Bluthochdruck oder Gefäßmissbildungen ausgelöst werden.

Je länger ein Tinnitus bleibt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er wieder abklingt. Unterschieden wird deshalb auch zwischen dem akuten Tinnitus, mit einer Dauer von bis zu drei Monaten, und dem chronischen Tinnitus, wenn der Zustand länger als drei Monate andauert.

Zwar gibt es Formen der Behandlung, noch gibt es jedoch keine Therapie, die die Geräusche im Ohr mit absoluter Sicherheit wieder verschwinden lässt. Bei einem objektiven Tinnitus kann man die Ursache behandeln, bei einem subjektiven Tinnitus gestaltet sich das schwieriger.

Grundsätzlich reichen die Therapie- und Behandlungsformen von medikamentösen Methoden, hauptsächlich Infusionen, über alternative Medizin, bis hin zu Psychotherapie oder Verhaltenstherapie. Letztere ist besonders dann sehr wichtig, wenn die Betroffenen Schwierigkeiten haben, im Alltag zurechtzukommen.

Egal aus welchen Ursachen heraus es zu einem Tinnitus kommt, er kann Folgebeschwerden nach sich ziehen und sich auf das alltägliche Leben auswirken. Viele Betroffene haben zwar nicht mit einer Verschlechterung der Lebensqualität zu kämpfen, bei einigen sieht dies aber ganz anders aus. Ein Tinnitus kann Schlafstörungen oder Angstzustände mit sich bringen. Auch Konzentrationsprobleme können auftreten oder sogar Depressionen.

Für die Betroffenen ist es dann wichtig, dass der Leidensdruck gemindert wird und sie lernen, mit dem Tinnitus zu leben. Zwar kann auch ein chronischer Tinnitus nach mehreren Jahren noch einmal verschwinden. Dass die Möglichkeit besteht, heißt aber nicht, dass man sich darauf verlassen kann. Grundsätzlich muss man also lernen, mit dem Tinnitus umzugehen, damit man nicht auf Dauer darunter leidet.

Dabei können beispielsweise andere Geräusche helfen, die den Tinnitus überlagern. Musik zum Einschlafen oder weißes Rauschen im Hintergrund sind Möglichkeiten, vom Tinnitus abzulenken.

Bei Stress können die Ohrgeräusche schlimmer werden. Auch der Konsum von Nikotin oder Alkohol kann den Tinnitus verstärken. Diese Auslöser zu meiden und für einen niedrigen Stresspegel zu sorgen, trägt auch dazu bei, dass man im Alltag besser zurechtkommt.

Genau dies soll schließlich auch die Verhaltenstherapie erreichen. Im Grunde lernen die Betroffenen bei einer solchen Therapie, die nervigen Geräusche immer mehr auszublenden bzw. immer weniger wahrzunehmen. Das kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, sich auf andere Dinge in der Umgebung besonders zu konzentrieren. Der Ansatz funktioniert in der Mehrheit der Fälle gut. Hier gibt es inzwischen auch die Möglichkeit einer Online-Therapie.

Hilfreich kann darüber hinaus auch der Austausch mit anderen Betroffenen sein, beispielsweise in einer Selbsthilfegruppe.

Während die Behandlung eines Tinnitus schwierig ist, ist es aber vergleichsweise gut machbar, die Ohren im Alltag zu schützen. Medikamente, bei denen ein Tinnitus zu den möglichen Nebenwirkungen zählt, sollten nur in geringen Mengen und nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Da Lärm die häufigste Ursache eines Tinnitus ist, ist es wichtig, das Gehör zu schützen, zum Beispiel durch einen Gehörschutz bei lauten Tätigkeiten. Um sich einen Tinnitus zuzuziehen, reicht es bereits aus, wenn man zu lange einem Geräuschpegel von 70 Dezibel ausgesetzt war, ungefähr der Lautstärke des Rasenmähers. Die Lautstärke einer Disko beträgt ungefähr 110 Dezibel, eine Kettensäge erreicht 120 Dezibel. Solche lauten Geräusche nicht ungemindert an die Ohren zu lassen, ist gleichzeitig die beste Vorbeugung gegen Tinnitus.

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