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Pflanzliche Mittel bei Schnupfen: Natürliche Wege zur Linderung

 

Tasse Tee mit Zitronen, Ingwer und einer kleinen Schale Honig

© Uuganbayar AdobeStock 623749388

Schnupfen wird in der Regel von Viren hervorgerufen und trifft fast jeden, manchmal mehrmals im Jahr. Obwohl viele auf herkömmliche Medikamente zurückgreifen, bieten pflanzliche Mittel eine natürliche, sanfte und oft wirksame Alternative. Erfahren Sie, welche Heilpflanzen sich bei der Linderung von Schnupfen bewährt haben.

Die Wirksamkeit von Kräutern und Pflanzen

Schnupfen, allgemein bekannt als Rhinitis, tritt auf, wenn die Nasenschleimhäute entzündet oder gereizt werden, was durch Allergien, Umweltreizstoffen und im Falle einer Erkältung durch Viren verursacht wird. Bei den ersten Beschwerden kann der Griff zu medikamentösen Abschwellmitteln wie Nasensprays zwar oft sofortige Linderung bringen, jedoch Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Trockenheit der Schleimhäute mit sich bringen und langfristig sogar abhängig machen. Pflanzliche Mittel, wie Eukalyptus- oder Pfefferminzöl, bieten stattdessen eine sanftere Behandlungsoption.

Der Vorteil von Heilpflanzen liegt in ihren natürlichen entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften, die direkt auf die Symptome des Schnupfens einwirken. Sie helfen, die Nasenwege zu befreien und das Atmen zu erleichtern, während sie gleichzeitig die Entzündung der Schleimhäute reduzieren. Darüber hinaus unterstützen viele Heilpflanzen das Immunsystem und haben antibakterielle und antivirale Wirkungen, die bei der Bekämpfung der Ursachen von infektiöser Rhinitis helfen können.

Ingwer

Ingwer ist bekannt für seine entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften. Die gelbe Knolle hat einen unverwechselbaren scharfen zitronigen Geschmack und stellt ein sicheres Mittel bei der Behandlung infektiöser und allergischer Rhinitis dar. Das liegt daran, dass Ingwer als natürliches Antihistaminikum wirkt und antiviral ist - ideal zur Linderung von Nasenverstopfung und Kopfschmerzen. Ingwer, als Teeaufguss zubereitet, schmeckt wohltuend und kann täglich getrunken werden. Um eine Ingwerkompresse herzustellen, können Ingwerstücke in Wasser gekocht werden. Anschließend wird ein frischer Waschlappen in dieser Mischung getränkt und für 15 Minuten sanft auf das Gesicht gelegt.

Honig

Honig ist lecker und dazu reich an Vitaminen und Mineralien. Seit Jahrhunderten wird er für seine antibakteriellen Eigenschaften umschwärmt. Bei Schnupfen kann Honig beruhigend auf gereizte Nasenschleimhäute wirken, die Ansammlung von Schleim verringern und so zur Linderung von Verstopfungen beitragen. Die Einnahme von Honig in lauwarmem Wasser oder Tee kann gleichzeitig eine beruhigende Wirkung auf den Hals haben.

Kamille

Kamille ist ein verbreitetes Heilkraut, das wegen ihrer beruhigenden Eigenschaften für viele Beschwerden Linderung schafft. Auch bei der Behandlung von Schnupfen kann Kamille nützlich sein, da sie die Schleimhäute beruhigt und Entzündungsproteine bekämpft. Denn Kamille hat eine leicht abschwellende Wirkung. Durch die Reduzierung der Entzündung können Kamillenpräparate dazu beitragen, die Nasenwege zu öffnen und die Atmung zu erleichtern. Eine Inhalation mit Kamillenextrakt kann daher eine effektive Methode zur Linderung von Schnupfensymptomen sein.

Zwiebel

Zwiebeln gehören in jede Küche. Sie sind reich an Schwefelverbindungen, Vitaminen und Antioxidantien, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken. Der starke Geruch von Zwiebeln kann dabei helfen, verstopfte Nasenwege zu öffnen. Das Einatmen der Dämpfe einer frisch geschnittenen Zwiebel kann Schleim lösen und die Atmung erleichtern.

Eukalyptusöl

Eukalyptusöl ist ein bewährter Schleimlöser, der die Nasenwege befreit. Es enthält Eukalyptol, einen Wirkstoff, der die Schleimproduktion reduziert und die Nasenwege öffnen kann. Zum Inhalieren können zwei bis drei Tropfen Eukalyptusöl in gekochtes Wasser gegeben und die Dämpfe eingeatmet werden. Eukalyptusöl wird auch oft in Brustbalsamen verwendet oder kann in einem Diffusor eingesetzt werden, um die Raumluft zu verbessern.

Roter Sonnenhut

Der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea) ist eine bewährte Arzneipflanze, die traditionell zur Stärkung des Immunsystems und zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Schnupfen verwendet wird. Ursprünglich von den Ureinwohnern Nordamerikas genutzt, wird Echinacea heute häufig eingesetzt, um die Dauer und Schwere von Erkältungssymptomen zu reduzieren. Echinacea kann als Tee, Tinktur oder Kapsel eingenommen werden, besonders effektiv bei den ersten Anzeichen einer Erkältung.

Bromelain

Bromelain, ein Enzym, das aus der Ananas gewonnen wird, hat sich als wirksam bei der Reduzierung von Schwellungen und Entzündungen der Schleimhäute erwiesen. Es kann helfen, Druckbeschwerden und Schmerzen zu lindern, die oft mit Sinusitis einhergehen. Bromelain fördert auch die Schleimlösung und hilft dabei, angestauten Schleim in den Nebenhöhlen abfließen zu lassen.

Thymian

Thymian ist bekannt als Küchenkraut, das der mediterranen Küche besondere Würze verleiht. Doch die starken schleimlösenden und antibakteriellen Eigenschaften machen Thymian auch zu einer ausgezeichneten Wahl bei Schnupfen und festsitzendem Husten. Die aktiven Inhaltsstoffe des Thymians wirken direkt auf die Schleimhäute der Atemwege, indem sie den Schleim verdünnen und dessen Abtransport erleichtern. Thymian kann als Tee, Tinktur oder in Kapseln eingenommen werden.

Fazit

Pflanzliche Mittel bieten eine wirksame und natürliche Alternative zur Linderung von Schnupfensymptomen. Sie sind nicht nur sanft, sondern unterstützen auch das Immunsystem. Es ist jedoch wichtig, die Anwendung von Kräutern und Pflanzen sorgfältig zu betrachten. Dies umfasst die Berücksichtigung der richtigen Dosierung und das Bewusstsein für mögliche Kontraindikationen, insbesondere bei Personen mit spezifischen Allergien oder bestehenden Gesundheitsproblemen.

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